Vision Zero

Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung von Verkehrsunfällen

Für mich ist  die Vision Zero, z. B. ab 2050 keine Verkehrstoten mehr, wesentlicher Teil einer Sicherheitsphilosophie. Ein Ziel, das nach der Meinung von Experten wohl realisierbar wäre, aber besonders in Deutschland auf Widerstand stößt, wo die damit verbundenen Maßnahmen schwer durchsetzbar sind.

Sicherheit im Straßenverkehr muss eine deutlich höhere Priorität bekommen. Nicht nur für Kinder sondern für alle, vorrangig für die Schwächeren im Straßenverkehr. Mit dieser Forderung gerate ich schnell von der Velosophie zur Politik, zum Lobbyismus und zu ökonomischen Abwägungen. Die Vision Zero steht für ein umfassendes Handlungskonzept zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Schweden, England und die Niederlande haben die Vision Zero zur Grundlage ihrer Verkehrspolitik gemacht. Die Europäische Kommission setzt sich dafür ein, in Deutschland der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und der Verkehrsclub Deutschland (vcd). 

Maßnahmen/ Forderungen zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr

Der erste Schritt ist das Bewusstsein, dass wir mit unseren Verkehrsmitteln andere und uns selbst verletzten und sogar töten können. Besonders das Auto ist ein potentielles Tötungsgerät! Das sollten wir uns immer wieder bewusst machen und unsere Fahrweise entsprechend vorsichtig und umsichtig gestalten und alles vermeiden, was andere oder uns selbst in Gefahr bringt.

Zweitens sind alle Sicherheitsmaßnahmen mit (zusätzlichen) Kosten verbunden, sei es beim Bau von sicheren Radwegen, bei der Wartung oder bei der Ausrüstung von Kraftfahrzeugen mit Sicherheitsassistenten.

Und drittens sind etliche Sicherheitsmaßnahmen auch mit Einschränkungen für einen Teil der Verkehrsteilnehmer verbunden. Das gilt z.B. für die Verteilung von Verkehrsflächen (wer bekommt welchen Anteil?) für Geschwindigkeitsbegrenzungen
(Anhalteweg für Autos bei 30 km/h  18 Meter, bei 50 km/h  40 Meter bei 70 km/h 70 Meter)

(1) Bauliche Maßnahmen
- sichere Radwege bauen
- Bauliche Trennung der Radwege von den Fußwegen und Fahrbahnen
-
gefährlichen Kreuzungen entschärfen, durch Brücken, alternative Führungen,   
   Auffahrten
    Ist Mischverkehr sicherer als Radstreifen?

(2) Temporeduzierungen
-  Tempo 50 oder mehr nur bei baulich getrennten RADWEGEN

(3) Verpflichtung für Assistenzsysteme für KFZ
-  z.B. Tote-Winkel-Assistenten und Abbiege-Assistenten für PKW und LKW
- Sensoren für herannahende Fahrzeuge mit Türblockaden.
- herunter gezogene Frontscheibe bei LKW

(4) Wartung der Radwege
-  saubere und Instand gehaltene Radwege sind sicherer 

Dooring: Holländischer Griff [ die Fahrertür wird mit der rechten Hand geöffnet]