Umbauvorschläge:

                            Erst bauen wir den Platz, dann prägt er uns.                            Plätze inspirieren Bürger, sind die Bühne für Aktivitäten. 

Wir von der Initiative "Für ein lebenswertes Sasel" (Ini FelS) wollen den Saseler Markt anziehender, lebendiger und funktionaler gestalten. Unser „Dorf“ mit seinen historischen Backsteingebäuden soll ein lebens- und liebenswerter Ortskern für alle werden, der zum Kommen und Verweilen einlädt und neben guten Einkaufs- und Servicemöglichkeiten (Nahversorgungszentrum) noch vieles Anziehendes zu bieten hat.  Kurz: ein Marktplatz, mit dem sich die Saseler identifizieren können. 

Die Vorschläge beruhen auf dem Konsens von 2014, der sich auf die Gutachten von arbos (2012) und von Büro Düsterhöft und konsalt (2008) bezieht, ergänzt durch eigene Vorstellungen. Der Konsens, dem damals alle beteiligten Saseler Gruppierungen zugestimmt haben, regelt verbindlich die Anzahl der Stellplätze: 46 Stellplätze auf dem Marktplatz und 44 in der  Straße, zusammen 90 Stellplätze. 


Die hier beschriebenen Vorschläge sind aus der Arbeit in der Ini FelS entstanden, stellen aber keine autorisierte Veröffentlichung dar. Es handelt sich um eine persönliche, zum Teil auch idealistische Auswahl und Schwerpunktsetzung.


                                                          Was brauchen wir, damit unser „Dorf“                                                                 zu einem liebens- und lebenswerten Ort  der Versorgung und Begegnung wird?

Achtung Baustelle: der Text befindet sich noch in der Entwicklung

Grundsätzlich brauchen wir:

- saubere Luft, Ruhe, Bäume und Natur als grüne Lunge, Reduzierung des  

   Schadstoffausstoßes und des Lärms (Lärmschutz und Klimaschutz) 
- Geborgenheit und Sicherheit, sich identifizieren und verantwortlich fühlen, 
   Erdgeschosse, die mit Leben gefüllt sind und mit offenen Fensterflächen
- gute Einkaufsmöglichkeiten und Serviceangebote, den Wochenmarkt und       
   "Jahrmärkte", eine gute Infrastruktur
- Raum sich zu treffen und zum Verweilen, zum Sitzen und Spazieren gehen
- Veranstaltungen, Kultur-, Sport- und Freizeitangebote, etwas erleben können -  
- Barrierefreiheit, Bewegungsmöglichkeiten 
- komfortable grüne Mobilität, gute Erreichbarkeit, Transportlösungen für uns und    
   unsere Einkäufe
- Serviceangebote


Konkret brauchen wir für unseren Marktplatz als Lebensraum, in dem sich Menschen begegnen können, der zum Kommen, Verweilen, Ausruhen und Innehalten einlädt:

1. Einen Marktplatz, der als grüne Oase lockt:

Die alten und mittelalten Bäume sollen möglichst erhalten bleiben und die Planung mit bestimmen. Naturnahes Grün mit heimischen Gehölzen, Sträuchern, Stauden und Blumen sollen die Rabatten, Beete und Hochbeete schmücken, mit reichhaltigem Nahrungsangebot für Schmetterlinge, Wildbienen, Insekten, Vögel und Kleintiere, Grünpaten, z.B. auch Schüler, sollen für die Pflege gewonnen werden.


2. Ruhige, saubere und sichere An- und Abfahrten und Transportmöglichkeiten für unsere Einkäufe (grüne Mobilität):

Vorrang: Verbesserung des ÖPNV, Bevorzugung des Fuß- und Radverkehrs vor dem KFZ-Durchgangsverkehr

Fußgänger: Vorrang für sichere, ausreichend breite Fußwege, Ampelschaltungen fußgängerfreundlicher machen,  Barrierefreiheit im gesamten Bereich

Radfahrer: Aktion („Sasel fährt Rad“), 150 dezentrale beleuchtete und soweit möglich überdachte Fahrradabstellplätze, Radverkehrsanlage am Nord- und Ostrand des Platzes und Führung der Veloroute 14 neu gestalten, Fahrradservicestation (Pumpe, Werkzeug) einrichten.

ÖPNV verbessern, engere Taktung der Buslinie 24, Anbindung Sasel Süd und auch Sasel Nord, z.B. Shuttle-/ Bürgerbus oder Sammeltaxis

Autofahrer: 90 Stellplätze für Autos entsprechend dem Saseler Konsens v. 25.02.2014 Parkscheibe, Shared Space Flächen in der Sackgasse und Kreuzung Kunaustr./Saseler Markt, Anschlüsse für für Marktbeschicker, Veranstalter, E-Autos und E-Bikes (Abfließenden Verkehr neu regeln)


3. Verlockende Angebote, die zum Kommen und Bleiben einladen:

Neben Wochen- und Jahrmärkten gehören dazu viele Sitzmöglichkeiten, unterschiedlich /künstlersich gestaltet, Überdachungen und Promenade, mit variierenden kulturellen Veranstaltungen, z.B. Kleinkunst, Straßenmusik, Freiluftkino und sportlichen Angeboten, Bewegungsmöglichkeiten wie Spielplatz, Boule, Tischtennistische und Schachfeld, mit Kunstwerken, Skulpturen und Brunnen, mit Gastronomie, Café, Kiosk und öffentlichem WC und vielleicht sogar mit einem überdachten Grillplatz, 


4. Ruhe und saubere Luft.

Nur dann werden die geplanten Angebote auch genutzt werden. Der Lärmpegel und der Schadstoffausstoß können gesenkt werden durch Tempo 30 auf der Hauptstraße, durch halbhohe immergrüne Hecken, Schutzwände aus Glas ... ohne optische Ausgrenzung. Das Grün und Wasserspiele tragen zur Luftverbesserung bei.


5. Schutz  auch bei schlechtem Wetter (Überdachungen): 
einladendes überdachtes Eingangsportal, Überdachungen für Fahrradstellplätze und Sitzplätze. Witterungsschutz (Glasdach) vor der Ladenfront.


6. Eine Beleuchtung, die eine gemütliche Atmosphäre verbreitet und die Sicherheit erhöht (Beleuchtungskonzept):

Der gesamte Saseler Ortskern wird durch angenehme Beleuchtung auch in der dunklen Jahreszeit attraktiv gemacht. Vielfältige natur- und augenschonende Beleuchtung, auch indirekt, im Boden versenkt und angestrahlte Objekte (Gebäude, Bäume), Lampen passend auch zu denen am Saselhaus.


7. Ein Sicherheitskonzept, damit sich die Menschen sicher fühlen:

alle sollen sich sicher fühlen, je mehr Menschen unterwegs sind, desto sicherer fühlt man sich. Weniger Unfälle, weniger Diebstähle, weniger Einbrüche usw. 


8. Nachhaltige, umweltfreundliche und ressourcensparende Maßnahmen
 
(siehe auch „Klima-Modellquartier Saseler Markt“) 

Dazu gehören auch grüne Fassaden, grüne Dächer, Nachhaltige Gewinnung von Energie (Solar), wasserdurchlässiger Untergrund, wo möglich ...


9. Bedarfsorientierte Serviceangebote

Verschließbare Ablage für Einkäufe, Lieferdienste, Lastenräder zum Leihen, Fahrradservicestation, Taxiruf, Notrufsäule, Schwarzes Brett ...


Wichtig ist die Einbeziehung der Saseler (alle Nutzergruppen, auch Kitas, Schulen und Senioren ...), die Entwicklung von Organisationsstrukturen (Arbeitskreise z. B. für "Veranstaltungen", "Image/ Marketing", "Öffentlicher Raum") und Finanzierungsansätze (siehe Büro Düsterhöft und Konsalt S. 37 ff)