Der Planungsprozess
Prolog: Anlass

für die Umgestaltungswünsche waren der Ring 3 und sein Aubau sowie das nahe gelegene Alster-Einkaufszenrum und seine Erweiterung. 
Die Bedeutung und Anziehungskraft des Saseler Zentrums schienen gefährdet. Rufe nach einer Aufwertung wurden laut. 

Die Umgestaltungswünsche bestehen seit sehr langer Zeit.  

Neuere Entwicklungen in den 70er Jahren, wie z.B. der Bau des Alster-Einkaufszentrums (AEZ), die Führung des "Ring 3" durch den Saseler Markt und die Veränderungen der Konsumgewohnheiten,  bedrohen das Juwel "Saseler Markt". 
Die Saseler sorgen sich um ihren Ortskern. Mit dem nahen Alstertal-Einkaufszentrum ist eine Konkurrenz erwachsen und der "Ring 3" zerschneidet den Saseler Markt. Nach erfolgreicher Begrenzung des "Ring 3" initiiert  der Verein "Rettet den Saseler Markt" einen Bürgerausschuss, in dem die Saseler Bürger ihren Ortskern mit viel Elan neu planen. Trotz  guter, detaillierter Ideen und Vorschläge fehlt dem Konzept eine breite Unterstützung, um verwirklicht zu werden, und der Verein wird 1999 aufgelöst.

Nach dem neuerlichen Ausbau des Ring 3 und der Erweiterung des Alstertal-Einkaufszentrums 2005/ 2006 wächst erneut die Sorge bei Bürgern und Geschäftsleuten um den Fortbestand ihres "Dorfes", des Saseler Nahversorgungszentrums und um ihre Existenz.  

So beantragt die Initiative "Für ein lebenswertes Sasel" (Ini FelS) im Juni 2007 bei der Bezirksversammlung (BV) eine "städtebauliche Rahmenplanung" für den Saseler Markt.  Im August stellt der Heimatverein „Unser Sasel e.V.“ einen Antrag bei der BV für „Mehr Sicherheit für Fußgänger, Fahrrad- und Autofahrer".  

Als Reaktion auf die deutlich artikulierte Unzufriedenheit und Unruhe beschließt die Bezirksversammlung als ersten Schritt des Planungsprozesses 2007 die Erstellung eines Gutachtens für ein Aufwertungskonzept. Was kann getan werden, um dieses Zentrum mit seinen unterschiedlichen Funktionen weiterhin attraktiv und konkurrenzfähig zu halten, mit mehr Aufenthaltsqualität und Anziehungskraft.   


Seit dem ersten Schritt ist viel Zeit vergangen. Es gab heiße Phasen mit großer Aktivität; es gab aber auch Streit und lange Phasen der Lähmung. Die Initiative "Für eine lebenswertes Sasel" (Ini FelS) hat den Planungsprozess aktiv mitgestaltet und immer wieder die Initiative ergriffen. 2019 soll nun endlich die Ausführungsplanung erfolgen und 2020 soll umgebaut werden.


Den Planungsprozess habe ich als "Stück" Stadteilgeschichte in 3 Akten beschrieben:
1. Eine kleine Geschichte von der Planung
2. Eine kleine Geschichte vom großen Streit und mein Kommentar dazu
3. Ein kleiner Konsens