Planungsprozess 1. Akt:                      Gutachten mit Bürgerbeteiligung

Eine kleine Geschichte vom Planungsverlauf



Als Reaktion auf die neuerliche Gefährdung des Nahversorgungszentrums beschließt die BV im Oktober 2007 die Beauftragung eines Gutachtens für die "Entwicklung eines Konzeptes zur Förderung der örtlichen Strukturen im Kernbereich Sasel (Saseler Markt und Umfeld)". Dies erfolgt im Rahmen des Fördersystems „Wachsende Stadt“. Die BV stellt dafür 30.000 € bereit. 


Die SaseIer Vereine und Institutionen wollen und sollen sich, so auch der politische Wille, an der Konzeptentwicklung beteiligen. Um sich besser in den Planungsprozess einbringen können, gründet die „Arbeitsgemeinschaft Saseler Vereine und Institutionen“ (Arge) 2007 das „Kommunale Forum Sasel“ (KFS), das gemeinsam mit der Bezirksverwaltung die „Runden Tische Sasel“ (RTS) veranstaltet, zu denen auch weitere Funktionsträger und interessierte Bürger eingeladen sind. Die Ini FelS ist zu dieser Zeit sowohl Mitglied der Arge als auch des KFS.

Nach intensiven Vorarbeiten und zahlreichen Gesprächen mit den Akteuren vor Ort stellen "Büro Düsterhöft und konsalt" ihr Gutachten „Entwicklungsperspektive Saseler Markt. Potenzial- und Entwicklungskonzept“ (GA 1) im November 2008 der Öffentlichkeit vor. Ein gründliches, umfassendes und ideenreiches Gutachten. Die Reaktionen sind sehr kontrovers. Die BV bewilligt weitere 60.000 € für ein zweites Gutachten zur Konkretisierung der Vorschläge.

Im September 2009 beantragt das Kommunale Forum Sasel unter Federführung der Ini FelS die Einrichtung eines „Klimamodellquartiers Saseler Markt“. Obwohl dieser Antrag auf einem Konsens über zahlreiche umweltrelevante Vorschläge zur Umgestaltung beruht, spielt er im weiteren Verlauf der weiteren Debatten offenbar keine Rolle mehr, leider. Wegen seiner Bedeutung und Konsensfähigkeit befasse ich mich noch einmal etwas eingehender mit dem Antrag in Teil 5.


In drei zusätzlichen Runden Tischen (2009 - 2010) und einer zweigeteilten öffentlichen Anhörung (2010/11) wird die Konkretisierung des Umbaus diskutiert. Hauptstreitpunkt ist die Anzahl der Stellplätze für Autos. 


2012 stellt "arbos" das Folgegutachten "Saseler Markt. Entwicklungsperspektive Promenade und Marktplatz" (GA 2) vor, das sich gegenüber dem ersten Gutachten auf den engeren Marktplatz begrenzt. Diese Reduktion ist für uns nicht nachvollziehbar, da
dringende verkehrliche Probleme der anliegenden Straßen und Knoten ausgeklammert und verschoben werden. Nach der öffentlichen Vorstellung des eher spärlichen Gutachtens, stellt die BV weitere 300.000 € bereit für den nächsten Schritt, die Ausführungsplanung.

Wegen heftiger Streitigkeiten (siehe 2. Akt: Der Streit) wird diese aber erst zwei Jahre später beauftragt, nachdem ein Konsens gefunden wurde (siehe 3.Akt: Der Konsens). Die Ini FelS bleibt aktiv und drängt auf Fortschritte im Verfahren. Ende 2017/ Anfang 2018 erhöht die Ini FelS den Druck auf Politik und Verwaltung. Die Ausführungsplanung wird 2018 ins Arbeitsprogramm aufgenommen.